Frauenkampftag: was in München los ist

1918 erkämpften die Frauen in Deutschland das Frauenwahlrecht. Dass der Feminismus 99 Jahre später so aktuell ist wie eh und je zeigt der koservative Rollback in Teilen Europas und den USA – von der AfD in Deutschland, über Orbán in Ungarn, bis hin zu Trump in den USA – überall rütteln Regierungen und rechte Parteien an den mühsam erkämpften Rechten der Frauen. Das ist freilich nicht alles: Auch in der Bundesrepublik verdienen Frauen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen, schlecht bezahlte Arbeit und Haushaltsarbeit werden nach wie vor oft auf Frauen abgewälzt und Frauen werden von der Werbeindustrie bis zum Arbeitsplatz gerne zum Sexobjekt degradiert. Und nicht zuletzt zeigt sich der Sexismus in seiner barbarischsten Form auch hierzulande in sexueller Gewalt und Vergewaltigungen.

Gegen all diese Entwicklungen regt sich Widerstand – und das weltweit: Von Rojava (Nordsyrien), wo die Frauen mit den YPJ im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat eigene Bodentruppen aufgebaut haben, bis nach Indien, wo immer wieder zehntausende Frauen gegen Vergewaltigungen auf die Straße gehen. Die weltweite Entwicklung zeigt: Immer mehr Frauen sind bereit, gegen das Patriarchat (die von Männern beherrschte Gesellschaft) aufzubegehren.

Und auch in Bayern regt sich zum 8. März, dem Frauenkampftag, Widerstand. Gerade in der bayerischen Hauptstadt finden in diesen Tagen zahlreiche Veranstaltungen statt, muscovado versucht, sich für euch einen Überblick zu verschaffen:

8. März, 18-20:30: Filmvorführung im DGB-Haus, „Suffragette – Taten statt Worte“

8. März, 19-21:00: Diskussionsveranstaltung: „Frauenbefreiung, Islam und Rassismus“

11. März, 15-19:00: Feministischer Workshop-Nachmittag im Kurt-Eisner-Verein

11. März, 14-16:00: Demo zum Internationalen Frauentag am Odeonsplatz

11. März, 14-19:00: Internationaler Frauentag am Odeonsplatz

12. März, 14-15:30: Stadtrundgang – Auf den Spuren starker Frauen in München

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Die sozialistische Feministin Clara Zetkin (links im Bild) gilt als Initiatorin des Frauenkampftages am 8. März. Rechts daneben ihre Mitstreiterin Rosa Luxemburg

 

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