Kritik an Afghanistan-Abschiebungen

Am gestrigen Donnerstagabend war viel los in Poing bei München: Während im örtlichen Feuerwehrhaus Bundesinnenminister Thomas de Maizière den ehrenamtlich engagierten Menschen in Bayern für ihre Arbeit dankte demonstrierten nur einige hundert Meter vom Veranstaltungsort mehrere hundert Menschen gegen die von de Maizière forcierten Abschiebungen nach Afghanistan. Allein im Landkreis Ebersberg, zu dem auch die Gemeinde Poing gehört, droht 166 Menschen afghanischer Herkunft die Abschiebung. Auch an der europäischen Grenzschutzpolitik gab es starke Kritik: Allein im vergangenen Jahr seien 7.600 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken, betonte Elisabeht Stanglmeier, eine Flüchtlingsunterstützerin aus dem benachbarten Anzing. „Auf der Balkan-Route stecken nach wie vor tausende Flüchtlinge fest. Wenn eine Partei das C im Namen trägt, dann hat sie auch die Aufgabe so was zu verhindern.“ Zudem betonten ehrenamtlich Engagierte gegenüber de Maizière, dass die Regierung die Integration sabotiere wenn sie es Asylbewerben erschwere, Arbeit zu finden. Sie sehe es auch nicht ein, erklärte Stanglmeier, dass Bewerber aus sogenannten sicheren Herkunftsländern zur Untätigkeit verdammt seien.

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Der Innenminister (dritter von links) darf Feuerwehr spielen. Als er aus der Limousine aussteigt hört man die Rufe und das Pfeiffen von mehreren hundert Demonstrant*innen, die nahe des Poinger Feuerwehrhauses lautstark die Abschiebungen nach Afghanistan kritisieren. Foto: Anselm Schindler

 

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