Treu, Tüchtig, Teutsch – Geschichte des deutschen Fußballs

Millionen von Menschen verfolgten in den vergangenen Wochen die Fußball-EM. Deutschlandfahnen hingen aus Fenstern und an Hausfassaden und auch die inzwischen üblichen schwarz-rot-goldenen Autofähnchen durften auch in diesem Jahr nicht fehlen. Egal, wo man hinkam war die Rede von „Der Mannschaft“ wie man die DFB-Nationalmannschaft heute liebevoll nennt. Eine gute Gelegenheit, einen Blick in die Geschichte des deutschen Fußballs und des DFB zu werfen und die Kontinuitäten zwischen der Verehrung des Kaiserreichs, Demokratie- und Republikfeindschaft während der Weimarer Zeit und der vom DFB bejubelten Machtübertragungen an die Nationalsozialisten etwas genauer zu betrachten. Einen guten Überblick hierzu gibt beispielsweise das Buch von Arthur Heinrich „Der Deutsche Fußballbund – Eine politische Geschichte“ aus dem PapyRossa Verlag dem der Autor dieses Textes wesentliche Teile seiner folgenden Darstellung verdankt.

Von Stefan Dietl

Wir, der deutsche Fußballbund, werden im Sinne der von ihm seit langem erstrebten Volksgemeinschaft freudig zusammen mit dem Reichssportkommissar an den Zielen des neuen Staates mitarbeiten und stehen geschlossen hinter dem Führer und seinem Wollen, dem deutschen Volk Frieden, Arbeit und Ehre zu wahren und geloben unsere Treue zum Führer des deutschen Volkes, der unter Wahrung des Friedens auch die deutsche Ehre wahren will. Der deutsche Fußballsport hat sich stets zu seinen deutschen Aufgaben bekannt und tut es heute freudiger denn je und aus tiefer Dankbarkeit gegenüber den nationalsozialistischen Staat und seinem Führer.“

So äußerte sich Felix Linemann, langjähriger DFB-Vorsitzender, im März 1933 nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten.

Wie konnte es dazu kommen, dass die größte Sportbewegung des Landes die Machtübernahme der NSDAP bejubelte und sich voll und ganz hinter das NS-Regime stellte?

Wie konnte es dazu kommen dass sie die menschenverachtende Rassenpolitik des Dritten Reiches ebenso unterstützte wie die Kriegspolitik und den Kampf gegen NS-Gegner und sogar zu einem ausführenden Organ dieser Politik wurde?

Um dies nachvollziehen zu können, muss man den Beginn der Fußballbewegung in Deutschland betrachten.

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts kam der Fußball langsam von England nach Deutschland. Sehr schnell breitete sich der Sport vor allem unter Schülern und Studierenden aus und schon in den 1870er Jahren wurde Fußball in einigen Gymnasien in den Sportunterricht integriert.

In den 1890er Jahren schließlich setzte eine wahre Gründungswelle ein und in jeder größeren Stadt entstanden Vereine. Entgegen des auch in der politischen Linken verbreiteten Mythos vom Fußball als Arbeitersport rekrutierte sich die Fußballbewegung in ihren Anfängen nahezu ausschließlich aus dem Bürgertum. Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Gründungsgeneration des deutschen Fußballs in erster Linie aus Angehörigen der gehobeneren Kreise zusammensetzte. Sie waren Professoren, Offiziere, Juristen, Anwälte, Ingenieure usw. Erst nach und nach machten sie einer anderen Gruppe Platz, den wirtschaftsbürgerlichen mittleren und höheren Angestellten. Gut die Hälfte der DFB-Mitglieder kamen aus dem Bildungs- bzw. Wirtschaftsbürgertum(neuer Mittelstand), hinzu kamen 30% Handwerker(alter Mittelstand).

Ein weiterer Gründungsmythos des Fußballs ist, dass er zu Anfang von den Herrschenden aufgrund seines englischen Ursprungs abgelehnt wurde. Auch dies ist ein Irrtum. Der Vorwurf der „Engländerei“ kam hauptsächlich von Seiten der Turnerbewegung, die sich als „wahre Vertreter des Deutschtums und der deutschen Leibesertüchtigung“ sahen. Die Angriffe der nationalistischen und militaristischen Turnerbewegung gegen den Fußball waren im Grunde jedoch nicht auf eine liberale oder gar undeutsche Haltung des Fußballs zurückzuführen, sondern vielmehr auf die Angst der Turner, dieser neue und beliebte Sport könnte ihre Vormachtstellung in der Leibes- und Wehrertüchtigung beschädigen.

Die Fußballbewegung wehrte sich gegen die Vorwürfe der Engländerei nicht etwa mit einem Bekenntnis zum Liberalismus oder mit der Betonung auf die internationalistische, völkerverbindende Wirkung des Sports. Sie bestand vielmehr darauf, dass sie den „wahren deutschen Sport“ repräsentiere.

Von Beginn an frönte die Fussballbewegung einem massiven und aggressiven Nationalismus, der auch rassistische Züge trug. Dies zeigt sich zum Beispiel wenn der erste DFB-Vorsitzende Ferdinand Hueppe von „asiatischen Herdenvölkern“ und „europäischen Erdvölkern“ spricht. Oder wenn er 1898 sagt:

Bei den Rassenvermischungen in unsrem Volk können wir nicht mehr soviel wie früher mit den hohen Charaktereigenschaften des vorherrschenden arischen Teil unseres Volkes rechnen.“

Auch bei den weltpolitischen Ambitionen waren die Fußballer auf einer Linie mit dem Kaiserreich.

So schrieb der DFB schon 1912 in seinem Fußballjahrbuch:“ Wenn man beklagt, dass der deutsche Gedanke in der Welt noch nicht den Raum einnimmt, der ihm gebührt, so braucht man sich nur zu einer umfassenden Förderung des Sports entschließen, und Deutschland wird ein ehrgeiziges, willensstarkes Geschlecht hervorbringen, den nichts verhasster ist als laues Abwarten und müdes Zusehen, wenn andere die Welt unter sich teilen.“

Eine besondere Übereinstimmung zwischen Kaiserreich und Fußballbewegung gab es beim Militär. Das Militär hatte die Vorteile des Fußballsports schnell erkannt und ihn schon früh zur Wehrertüchtigung eingesetzt. Sie schätzten die Disziplin, Kameradschaft, Ordnung und Taktik und so löste der Fußball das Turnen immer mehr ab. Schon von Anfang an waren Fußball und Militär eng miteinander verbunden. In den Anfangsjahren gab es nicht genug Sportplätze und die Bitten an Offiziere, ihre Exerzierplätze zur Verfügung zu stellen, hatten oftmals Erfolg. Es war selbstverständlich, diese Schuld durch wie es der DFB ausdrückte „Stellung besonders tüchtiger Rekruten“, zu begleichen. Dass der Fußball eine „Vorschule der Dienstpflicht“ und das Fußballspiel ein „Kleines Manöver“ sei, hörten die DFB-Oberen gerne von hohen Militärs.

Der DFB war damit weltanschaulich bestens auf den 1. Weltkrieg vorbereitet. Er identifizierte sich vollkommen mit den Herrschaftsverhältnissen, es gab aufrichtige Zustimmung zu den machtpolitischen Ambitionen des Kaiserreichs, eine aggressiv-nationalistische Ausrichtung und einen überzeugten Militarismus preussischer Prägung.

Kein Wunder, dass der Fußballbund die allgemeine Mobilmachung des Kaiserreichs mit eigenen Aufrufen unterstützte.

Als dieser verloren ging, rüstete der DFB schon in seiner ersten Mitteilung nach dem Krieg im Dezember 1918, zum Kampf gegen Versailles und relativierte die deutsche Kriegsschuld. „Das deutsche Volk erhält nicht den Frieden, den seine Tapferkeit, den die unerhörten Leistungen des Heeres und die Heimat verdient haben.“

Beim DFB ging alles weiter wie bisher, weder die militärische Niederlage, der Zusammenbruch des Kaiserreiches oder die Ausrufung der Republik führten zu einem Umdenken im Verband. Eine Niederlage im Felde habe es laut DFB nicht gegeben und so setzte sich auch in der Fußballbewegung die „Dolchstoßlegende“ durch. Verantwortlich waren die Demokraten, die dem Heer in den Rücken gefallen seien. Alles, was auf Bewahrung der guten alten Zeit abzielte, wurde unterstützt.

Auch nach dem Krieg hatte sich der DFB die Wehrkraftmachung der Jugend zum obersten Ziel gesetzt. Nach Meinung führender Sportvertreter und Militärs war dies notwendiger denn je. Mit dem Versailler Vertrag wurde die Wehrpflicht abgeschafft, es gab erhebliche Abrüstungsauflagen und die Armee durfte nur mehr aus 100 000 Mann bestehen.

Der Sport im allgemeinen und der Fußball im besonderen sollte „die Wehrkraft der deutschen Jugend erhalten und ausbauen.“

Obwohl auch der Wehrsport unter das Verbot des Versailler Vertrags fiel sah man es hier nicht so genau. Um die Anstrengungen der Sportverbände hierzu koordinierter durchführen zu können, gründeten sie den DRA, den Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen. Unter den drei Vorsitzenden befand sich auch Felix Linemann, der DFB-Vorsitzende.

Im Jahr 1927 gelangte ein Brief an die Öffentlichkeit, der einigen Wirbel verursachte. Die drei DRA-Vorsitzenden baten darin den Reichswehrminister, ihnen ein ehemaliges militärisches Übungsgelände zu überlassen, um dort Sport-und Geländeübungen durchzuführen. Sie wollten so eine „freiwillige Kerntruppe“ ausbilden, um bereit zu sein wenn eine Aufstockung der Armee anstünde. Die wichtigsten Repräsentanten des deutschen Sports forderten also offen den Bruch des Versailler Vertrags und den Aufbau der Reichswehr.

Die Militarisierungstendenzen machten sich immer deutlicher bemerkbar. 1931 wollte der DRA das Sportabzeichen reformieren und Segelfliegen ebenso aufnehmen wie Gepäckmarsch und Klein- und Großkaliberschießen.

Um einen Überblick über das Denken das im DFB herrschte, zu bekommen, ist es hilfreich, sich mit der Programmatik der drei scharfen T zu beschäftigen. Ausgedacht hat sich diese Programmatik der drei scharfen T, also Treu, Tüchtig und Teutsch, Josef Klein, damaliger Vorsitzender des Jugendausschusses des Westdeutschen (WSV) und Mitglied des DFB-Jugendausschusses, der schon früh Mitglied der NSDAP wurde.

Im Frühjahr 1924 wurde sein Grundsatz-Artikel „Die drei scharfen T des WSV“ erstmals veröffentlicht und schon am 1. März 1924 wurde er offiziell zum Programm des WSV.

Klein wollte einen „neuen Ethos“ entwickeln, „der stark genug ist, Nationalstaat und Leibesspiel in einen innerlichen und unzerstörbaren Zusammenhang zu bringen“.

Wolle man „in und für Deutschland brauchbare Menschen“ heranbilden, muss die „Leibespielbewegung sich als deutsche begreifen und bewusst die Anbindung an Nation und Nationalstaat suchen.“ Am Ende des Artikel stand das Plädoyer, den „schwachsinnigen Traum von sportlicher Weltverbrüderung internationaler Fußballer“, schleunigst ad acta zulegen.

Fußball steht laut Klein für Kampf und Vorstellungen, mit sportlichen Duellen Versöhnung und Verständigung zu fördern, seien Phantasien.

Zu erwähnen wäre hier noch, dass bei Klein die „Volksgemeinschaft“ zur unabdingbaren Voraussetzung einer erneuerten „starken staatlichen Lebensform“ wurde. Als erstes stand jedoch die „Überwindung parteipolitischen namentlich Klassenkämpfen und konfessionellen Gegensätzen in unserem Volk“ an.

Die drei T lassen tief in die Köpfe führender Persönlichkeiten der Fußballbewegung blicken, Klein war mit seiner Position im DFB alles andere als isoliert. Die Mehrheit der Fußballbewegung und besonders ihre Funktionäre teilten seine Einschätzungen

Sie gaben ebenso wie Klein einem starken Führer der Deutschland wieder zu einem mächtigen Staat und die deutsche Volksgemeinschaft verwirklicht den Vorzug vor der Republik, die ihrer Meinung nach nur Schwäche und Individualismus bedeutete.

Am 30. Januar 1933 wurde Hitler vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Die Nationalsozialisten starteten sofort mit Terror und Gewalt gegen Oppositionelle.

Am 23. März 1933 wurde das Ermächtigungsgesetz erlassen und für die NSDAP war der Weg den Herrschaftsanspruch auf sämtliche gesellschaftliche Lebensbereiche auszudehnenden frei. Dazu zählte natürlich auch der Sport.

Die Nationalsozialisten hatten jedoch hier nicht viel Grund zum Eingreifen. Der DRA meinte es durchaus ernst, wenn er sagte, „dass wir schon immer Vertreter der nationalsozialistischen Sache waren.“ Und nicht umsonst bezeichnete Linemann, der Vorsitzende des DFB und einer der Vorsitzenden des DRA, den DFB gerne als „Vorläufer und Wegbereiter der nationalsozialistischen Sache.“

Dass es dem DRA damit ernst war, stellte er sogleich unter Beweis. Der Arbeitersport war unter großen Druck seitens der neuen Machthaber geraten. Um seine Mitglieder zu schützen, ersuchte die Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege den DRA um Aufnahme der Arbeitersportler.

Der DRA verweigerte dieses Anliegen nicht nur, er meldete es auch unverzüglich dem nationalsozialistischen Reichsminister des Inneren und meldete die erfolgreiche „Reinhaltung der vaterländischen Turn- und Sportbewegung“.

Der DRA löste sich selbst 1933 auf um nur kurz darauf als DRL, Deutscher Reichsbund für Leibesübungen, wiedergegründet zu werden. Das Führerprinzip sollte auch im deutschen Sport zur Anwendung kommen. An der Spitze des DRL stand der Reichssportführer Hans von Tschammer. Die sonstigen Positionen wurden von denselben Funktionären eingenommen wie vorher beim DRA.

Der DRL war untergliedert in sogenannte Fachämter. Führer des Reichsfachamt Fußball wurde der DFB-Vorsitzende Lineman, auch ansonsten waren die Führungskräfte im Fachamt genau dieselben wie im DFB. Linemann war nun sowohl Fachamts als auch DFB-Vorsitzender und außerdem im Führungskreis des DRL und verkörperte damit voll und ganz das viel beschworene Führerprinzip.

Nicht nur bei der Umsetzung des „Führerprinzips“ und beim Kampf gegen politische Feinde des Nationalsozialismus, wie den Arbeitersportverbänden, war der DFB an erster Stelle mit dabei.

Auch bei der Verbreitung von Antisemitismus und bei der Durchführung diskriminierender Maßnahmen gegen Jüdinnen und Juden nahm der DFB zusammen mit den Turnvereinen eine Voreiterrolle im deutschen Sport ein. Er half damit den Nationalsozialisten, den barbarischen Massenmord an den europäischen Juden durchzuführen. Im Fußball wurde die beginnende Ausgrenzung von Juden erstmals im April 1933 öffentlich. Eine Reihe süddeutscher Fußballvereine verkündete „freudig und entschieden“ sich der neuen Regierung zu Verfügung zu stellen und bekundete ihre Mitarbeit „insbesondere in der Frage der Entfernung der Juden aus den Sportvereinen.

Schon Ende April schloss der Süddeutsche Fußball-und Leichtathletikverband jüdische Sportler aus.

Die Behauptung, dass diese Arisierung auf Anordnung von Reichssportführer Tschammer geschehen sei, brachte der DFB nach ´45 immer wieder vor.

Der Fußball agierte aber aus eigenem Antrieb und überholte Tschammer an Radikalität und Diskriminierung. In einer Rede vor Sportfunktionären kritisierte dieser sogar das Vorgehen der Fußballer. Er hatte dabei die Austragung der Olympischen Spiele 1936 im Hinterkopf und wollte die Weltöffentlichkeit nicht gegen sich aufbringen.

Auch beim Antisemitismus zeigten die Fußballer also ihre Verbundenheit zum nationalsozialistischen Staat und überboten ihn teilweise sogar noch an Radikalität. Nach den Olympischen Spielen erging die Weisung, auf allen Ebenen des Sports die verbliebenen Juden auszuschließen.

Die Reichspogrommnacht 1938 schließlich bedeutete endgültig das Ende jüdischen Lebens in Deutschland und damit auch das Ende des jüdischen Sports.

Auch bei einer anderen Thematik deckten sich die Interessen von Fußballbewegung und Nationalsozialisten. Beide legten großen Wert auf die Erziehung und Formung der Jugend. Schon in der Weimarer Zeit galt die Erziehung zu Wehrhaftigkeit als der Sinn des Sports. Im Nationalsozialismus wurde dieses Element vor allem in der Jugendarbeit weiter ausgebaut. Die Jugendlichen mussten an weltanschaulichem Unterricht, sportlicher Grundausbildung, Geländesport und Schießübungen teilnehmen.

Der DFB forderte seine Kinder und Jugendlichen immer wieder dazu auf die nationalsozialistische Sache zu unterstützen und dem Führer zu dienen.

So schrieb die Sportjugend „dein Wille zu Leistung, dein Opfer alles Niederen, deine Hingabe ans Große, deine Treue zum Guten, deine Ehrlichkeit und deine reine Gesinnung alleine schaffen den neuen deutschen Jungen, wie er der Wille des Führers ist“

Die Fußballjugend sollte also zu guten SS und SA-Männern werden. Dies und nichts anderes waren die Ziele der Jugendarbeit des DFB.

Was lässt sich also zusammenfassend über den DFB während der Zeit des Nationalsozialismus sagen?

Von Gleichschaltung kann man nur schwer sprechen. Sämtliche Funktionärseliten blieben auch während der NS-Zeit in ihren Positionen. Sie alle begrüßten die Machtübertragung an die Nationalsozialisten enthusiastisch und nahmen das ihnen übertragene politische Mandat gerne an. Die bedingungslose Unterstützung der Nationalsozialisten geschah nicht unter Anpassungsdruck, sondern aus Überzeugung und der Nähe zum nationalsozialistischen Gedankengut.

Auch der DFB predigte schon vor 1933 die Volksgemeinschaft, war Anhänger eines radikalen Nationalismus incl. Kampf gegen Versailles, Kampf für Wehrertüchtigung und Wiederaufrüstung.

Auch der DFB kämpfte gegen die Demokratie und in seinen Funktionseliten war ein völkischer Antisemitismus allgegenwärtig.

Diese ideologische Übereinstimmung und nicht irgendein Druck von außen führte zur Unterstützung der Nationalsozialisten.

Die Verehrung von Volk und Nation, die Favorisierung autoritärer Herrschaftsformen, die Ein-und Unterordnung und die fußballerischen Tugenden wie Treue, Disziplin und Gemeinschaft einten DFB und Nationalsozialisten.

Dieses Denken herrschte im deutschen Fußball während der Kaiserzeit und wurde mit in die Weimarer Republik genommen, es ließ sich ebenso in die Zeit der Nationalsozialisten übertragen und auch danach sah man lange Zeit keinen Anlass, sich aus diesem traditionellen Denken zu entfernen.

Der DFB-Vorsitzender Linemann hatte also nicht unrecht, wenn er vom Sport und vom Fußball „als Vorläufer der Bewegung“ spricht.

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