Erstes Abschiebelager in Manching?

In Manching, ca. 30 Auto-Minuten von Ingolstadt entfernt, soll in einer ehemaligen Kaserne das bundesweit erste Abschiebelager unter dem Namen „Aufnahme- und Rückführungszentrum“ entstehen. Während sich die CSU dadurch schnelle Abschiebungen erhofft, kritisiert der Bayrische Flüchtlingsrat, dass die Kaserne bei Manching ein „Sonderlager mit Abschiebeflughafen“ sei.

Momentan leben in der Einrichtung ca. 450 – 500 Menschen, die großteils aus den sogenannten Westbalkan-Staaten, die seit der Asylrechtsverschärfung im vergangenen Jahr als „sichere Herkunftsländer“ gelten, stammen. Laut BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) liegt die „Schutzquote 2014 in Deutschland bei 0,4 %.“ für Menschen aus der Balkan-Region. Ein Großteil der Asylbewerber_innen gehört der Roma-Minderheit an und muss marginalisiert und unter schlechtesten Bedingungen in den Herkunftsländern leben. Die Verdrängung von Fluchtursachen und Verkennung von humanitären Notständen in der von vielen als rassistisch empfundenen Bundespolitik Deutschlands zeigen nun ihre Folgen: Hunderte Menschen sollen auf dem schnellstmöglichen Weg in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden, in ein Leben, das sie offensichtlich nicht leben wollen und leben können.

Morgen, 07.11, finden Protestaktionen gegen das Abschiebelager statt, auch wir sind dabei und dokumentieren mit: https://www.facebook.com/events/1630149793916674

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